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Waschtag

Samstag ist Waschtag – das fanden heut‘ zumindest die Hühner.

Hühner beim Sandbad_1

Das tat auch mal bitter Not.

Hühner beim Sandbad_2

Nach nun fast 10 superheißen Tagen, an denen man/ Huhn sich lieber so gut wie gar nicht bewegt, waren die Temperaturen heute endlich mal wieder erträglich.

Hühner beim Sandbad_3

Und so wurde ausgiebigst gesandbadet.

Hühner beim Sandbad_4

Sogar die Glucke kam mit ihren Kleinen dazu.

Küken beim Sandbad_1

Die Küken taten es den Großen gleich und wurden so zu richtigen kleinen Dreckmolchen.

Küken beim Sandbad_2

Herrlich.

Küken beim Sandbad_3

Wie sie sich damit so richtig schön einsauen und es genießen.

Küken beim Sandbad_4

Ich finde, dass es wenig Entspannenderes gibt, als den Hühnern dabei zuzusehen.

Das fand dieser kleine Wicht wohl auch,

schlafendes Küken

… prompt eingeschlafen.

Eh mir das auch passiert, hüpfen wir jetzt lieber noch eimal schnell in den See, bevor das Gewitter hier ist und dem Garten vielleicht endlich mal wieder ein wenig Wasser spendet, das nicht aus dem Schlauch kommt.

Habt ein schönes Wochenende und
bis bald

Paula

Bauernhof Ferien

Bauernhof Ferien wollten wir machen, nur ganz kurz mal raus, mal die lieben Verwandten im Erzgebirge besuchen, Berge kucken, wandern, mal drei Tage die Pflichten, die unser kleiner Hof so mit sich bringt vergessen.

Übernehmen wollte diese meine liebe Mama.

Sie wollte sich um die Gänse kümmern, sie mit frischem Wasser und Fallobst erfreuen.Gänse

Die Hunde bewachen, die ihrerseits den Hof bewachen sollten,basyl

aber scheinbar keine rechte Lust hatten.polly

Der Mietzi ein paar Streicheleinheiten zukommen lassen.  mietzi

Die Hühner füttern und die gluckenden Glucken versorgen.hühner

Und – ganz wichtig – unseren Neuzugang zum Doktor fahren, bespielen und den Hofgang überwachen.mimo

Das hier noch ein Vierbeiner zu Versorgen sein würde, war eigentlich nicht geplant. Das kleine Ungeheuer war uns Sonntag abend ins Haus getragen worden. Ein Fundstück, das wohl niemand im Dorf vermisste oder haben wollte. Verfloht, fiebrig und verrotzt. mimo1

Ihr dürft es bitte nicht weitersagen, aber bei sowas kann ich einfach nicht nein sagen.
Und so sind wir Montag noch schnell zum Tierarzt mit dem Viecherl, dass inzwischen Mimo heißt und am liebsten durch’s Haus flitzt und danach auf unseren Schultern schläft.mimo2

Am zweiten Tag hatten wir sie fieberfrei, stubenrein und furchtbar lieb. Ich hoffe ganz doll, dass nicht doch noch jemand kommt, der sie wiederhaben will.

Ja, das alles war dann mehr oder weniger geplant gewesen. Mehr Arbeit und Stress sollte da nicht sein und zwischendurch wollte die Mutter nähen, damit sie ganz viele neue Sachen mit in den Urlaub nehmen könnte.

Aber es kam anders.

Schon am Dienstag abend, glaubte die Mama ein Piepsen aus den Gluckenställen gehört zu haben, als sie die Glucken zum Hofgang schickte.
Aber nein, das waren sicher die Schwalbenbabies im Hasenstall, denn der Schlupf war ja frühestens für Donnerstag abend angesetzt gewesen, das hatte die Tochter, die da ich bin, schließlich so versichert.
Eine der Glucken sah auch recht blass aus, aber das glucken anstrengend ist, ist ja logisch und es sollte ja nur noch zwei Tage dauern.
Mittwoch früh dann war klar, der Schlupf hatte schon begonnen, nun gut, da gab es erstmal auch nicht viel zu beachten und erst musste ja Mimo zum Doktor. Am Nachmittag aber, als meine Mutter wieder nach den Glucken sah, war eine von ihnen gestorben.
Ich weiß nicht, was es war, ich mache mir echt Vorwürfe, obwohl ich nicht weiß, was ich anders machen hätte sollen oder meiner Mutter hätte raten sollen.
Zum Glück haben wir immer eine kleine Notkiste unter einer Wärmelampe parat und da rein kamen die schon geschlüpften Küken. Der Rest wurde kurzerhand aus den kalten Eiern geschält.
Viele sagen, dass das nichts bringt, weil, wer nicht aus dem Ei kommt, schafft es auch später nicht, ich gestehe, ich habe in den letzten drei Jahren schon einige Male geholfen, denn ich finde, jeder verdient eine zweite Chance und es hat bislang auch oft genug funktioniert. Auch diesmal hat eines der beiden rausgeschälten Küken es zumindest bis heute geschafft.
Wir haben die vier dann am Donnerstag, als ich wieder da war, der anderen Glucke untergeschoben, bei der inzwischen sieben Küken geschlüpft waren. Die ließ das glücklicherweise mit sich machen. Das ist auch nicht immer so.
Am Freitag gab’s dann den ersten Ausgang. Bei allen Glucken die wir bisher hatten, heißt das Rundgang im Stall. Erst am zweiten Tag trauen sich die Hennen mit den kleinen Bällchen vor die Tür. Aber irgendwie haben es diese Küken und ihre Glucke besonders eilig und so habt ihr die Chance, noch ein paar Bilder von diesem spannenden dritten Tag zu sehen und das Glück im Unglück zu bestaunen.

glucke mit küken

glucke mit küken1

glucke mit küken2

Küken beim Sonnenbad

glucke mit küken5

Küken beim Sonnenbad1

glucke mit küken4

glucke mit küken6

glucke mit küken7

Die liebe Mama muss sich nun drei Wochen lang von diesem Stress in Frankreich erholen, wir genießen noch ein wenig den Urlaub auf unserem Hof und ihr habt hoffentlich einen guten Start in die neue Woche gehabt.

Bis bald

Paula

So viel Glück

Wer ganz neugierig war, hat es ja schon aus den Kommentaren erfahren – einige Küken und unser erstes Gössel sind gesund und munter am letzten Wochenende geschlüpft.

Ein aufregender und bewegender Tag war das, vorletzten Samstag.

Als ich morgens mit der Zwecke in den Stall kam, kuckte schon der kleine Gösselschnabel aus dem Ei und bei den Hühnern waren auch schon Küken geschlüpft. Nachdem wir alle versorgt und die nicht brütenden Gänse auf der Weide hatten, wollten wir rein und endlich auch für uns ein Frühstück machen.

Nun hatte leider unsere liebe Lotte, eine taperige und klapprige siebzehnjährige Katzenoma, beschlossen, dass sie uns verlassen wollte.
Es war glücklicherweise so, wie ich es mir für sie immer gewünscht hatte: ganz schnell, ohne Stress und Schmerzen bei uns zu Hause.
Sie hatte das letzte halbe Jahr fast nur noch geschlafen. Überall, auch im Küchenregal – die Gute.

Lotte schläft im Küchenschrank

Soviel Geburt und Sterben an einem Tag, musste erstmal verdaut werden und weil ich der Annabel beim Brüten eh nicht helfen konnte, haben wir ein wenig in den Hochbeeten auf dem Hof gewerkelt, die Voranzuchten von Kürbis, Chili und Tomate umgesetzt und die Geranien aus dem Keller geholt.

Melisse im Hochbeet

Schachbrettblume

Tomatenanzucht

Kürbisanzucht

Tomatenanzucht 1

Zum Kaffee gab es eine Familienleibspeise, die die Seele streichelt und die Laune hebt.
Nutellabrote mit Banane.
Das geht so schön schnell und immer wenn ich Lust habe Kuchen zu essen aber keine habe welchen zu backen, kann man damit die meisten hier zu Hause erfreuen.

Notkaffeeleckerei

Als ich später nochmal nach der Gans sah, war das Küken gerade beim Schlüpfen, ich war sozusagen live dabei. Gerade aus dem Ei raus, fing die Kirchenglocke an zu läuten, denn es war sechs, und ich musste erstmal heulen, pathetischer geht’s ja schon fast gar nicht mehr.

Völlig erschöpft von so viel tierischem Glück und Abschied bin ich dann abends nur noch ins Bett gefallen.

Das die Mietzi fehlte, merkte ich erst am nächsten Morgen. War zwar nichts ganz ungewöhnliches, aber als sie bis nachmittags immernoch nicht wieder aufgetaucht war, machte ich mir doch langsam Sorgen.
Eine ganze Woche lang haben wir sie gesucht, in allen Ställen, auf allen Dachböden, in den Kellern, in Schränken und Kisten. Zu allen Nachbarn bin ich gelaufen und habe sie gebeten, das Gleiche bei sich zu tun, ohne Erfolg.
So sehr hatte ich gehofft, dass sie trotzdem irgendwo eingesperrt war und wenn die Leute am Wochenende wieder ihre Wochenendarbeit aufnehmen und ihre Türen öffnen würden, wieder zurück käme. Ich habe den Sonnabend so sehnlich erwartet und jeden Sonnenstrahl verflucht, hoffentlich würde sie durchhalten, wenn es denn so sein sollte.

Und ob ihr es glaubt oder nicht, gestern früh, kurz nach neun stand sie wieder vor unserem Küchenfenster, sie war müde, sie war hungrig, aber sie war zu Hause.

Mietzi

Und wir, wir waren überglücklich.

Jetzt müssen wir erstmal nur noch einmal hoffen und bangen. Denn in den Eiern, die wir übrig behalten hatten, falls eine zweite Gans sich zum Brüten entschließt, sind im Brutkasten drei kleine Gössel entstanden. Ein Ei piepst schon und ab morgen beginnt hier der Schlupf.
Wenn wir es dann noch schaffen, diese Gössel mit unserem inzwischen eine Woche altem Erle (das Gössel muss bitte ein Ganter werden) und seinen Damen zu vergesellschaften, das wäre großartig.

Es heißt also weiter Daumen drücken, falls ihr denn überhaupt noch Kraft habt.
Zur Entspannung und als kleinen Dank für Euer bisheriges Daumenhalten gibt es hier noch einige Bilder der Neuzugänge.

Gänsegössel Erle mit Annabel

Sie sind zwar nur mit dem Handy aufgenommen, aber trotzdem ganz nett, wie ich ich finde.

Gössel und Gänse

Lisbeth mit Küken

küken

Habt alle eine wunderschöne Woche und
bis bald

Paula