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Schorsch, Helli und Pünktchen – was bisher geschah

Wenn man sich heute die Bilder ansieht, kann man es fast gar nicht glauben, denn inzwischen sind die kleinen Gössel fast so groß wie ihre Tanten.

Vor erst zwei Monaten waren sie noch so groß, dass sie zu dritt in einen Durchschlag passten. Damit haben wir sie immer in den Garten hinterm Haus gebracht, wo sie dann unter Aufsicht die Welt entdecken konnten.

Gössel 1

Leider erstmal nur unter menschlicher Aufsicht, denn alle Tanten wollten sich so gar nicht mit Ihnen anfreunden.

Erst nachdem unser Erle nicht mehr war, hatte Rosa beschlossen, dass die drei auch ganz nett seien.  Und so hatten die Helli, der Schorsch und das Pünktchen  dann doch noch zwei große Gouvernanten-Tanten – Rosa und Tschipfeline sind ein unzertrennliches Paar.

Und wir, wir hatten drei Wochen lang die Gänse direkt hinterm Haus.
Wie der Garten danach aussah?
Fragt lieber nicht.
Der Salat, weg.
Die Clematis, durchgenagt (und du hattest mich gewarnt, liebe Elke).
Die Schafgarbe platt gelatscht.

Gänse im Garten 1

Die Moosrose weggeknabbert, die Lupinen umgetreten.

Gänse im Garten 2

Der Pfirsichbaum komplett entlaubt und zerkaut und meine Stockrose zerfleddert.

Gänse im Garten 3

So viel Unsinn macht inzwischen große Gössel müde.

Gössel 9 Gössel 10

Und Gänse Gouvernanten-Tanten schmutzig.

Gänse 1

Deshalb haben wir dann beschlossen auch die miesmuffeligen anderen Tanten an die inzwischen größeren Gössel zu gewöhnen. Da die Kleinen inzwischen schnell genug waren, um sich zu verdrücken, wenn gnatzige Muffelgänse sie zwicken wollten, hat das ganz gut funktioniert.

Gänse 2

Seit etwa vier Wochen sind sie jetzt alle zusammen auf der großen Weide, vertragen sich inzwischen bestens und mein Garten hat sich gut erholt.
Ein paar Fotos von den großen Gösseln wollte ich Euch hier eigentlich auch noch zeigen, aber da muss ich nochmal vertrösten, die werden nachgereicht.
Momentan ist es entweder zu heiß zum Fotos machen oder zu nass.

Habt einen guten Start in die Woche und
bis bald

Paula

Gösselgesäusel

Hach ja, so eine Gänsemama zu sein scheint nicht leicht.

Nachdem unsere Annabel so viel Durchhaltevermögen beim Brüten hatte, ist es nun wie es scheint fast vorbei mit dem Mutterinstinkt.

Zum Glück hat unser Gössel Erle eine Reihe von Tanten, die sich seiner annehmen. Am besten kümmert sich Rosa, die wartet auch mal wenn er nicht so schnell ist, oder lässt ihn abends unter ihre Flügelspitze.

Annabel hingegegen scheint nur der Ausschlußinstinkt geblieben, denn das Einzige, was sie als Gänsemama richtig macht, ist den drei anderen Gösseln zu sagen, dass sie ganz bestimmt nicht ihre sind. Das aber macht sie ganz ordentlich. Das es in unserem Falle leider gar nicht richtig und vor allem nicht erwünscht ist, kümmert sie nicht.

Wirklich schade, na mal schauen, wie sich alles entwickelt. Bislang haben wir nun drei Gössel in Handaufzucht, die letzten Sonnabend den ersten Tag mal für etwas länger an die frische Luft durften.

Gössel_2

Gössel_1

Natürlich hinter Gittern, zu ihrem Schutz.

Gössel_3

Gössel_4

Einige neugierige Tanten.

neugierige Gans 1

neugierige Gans 2

Eine gnazige Mama, die nicht Mama sein will.

dumme Gans

Und einen kleinen Erle, der da wohl erstmal durch muss.

Gössel__Erle 1

Gössel__Erle 3

Nun will ich nur noch schnell einen dicken Dank an Frau Frieda und die Botin in der Früh loswerden.
Euer Daumendrücken  und auch Eure tröstenden Worte haben  sehr geholfen. Vielen, vielen Dank an Euch.

Bis ganz bald

Paula

P.S. Wer noch mehr Gänsefotos sehen mag und wen es interessiert, wie schön tatsächlich das sehnlich erwartete Meer von Vergissmeinnicht geworden ist, der kann hier mal schauen.

So viel Glück

Wer ganz neugierig war, hat es ja schon aus den Kommentaren erfahren – einige Küken und unser erstes Gössel sind gesund und munter am letzten Wochenende geschlüpft.

Ein aufregender und bewegender Tag war das, vorletzten Samstag.

Als ich morgens mit der Zwecke in den Stall kam, kuckte schon der kleine Gösselschnabel aus dem Ei und bei den Hühnern waren auch schon Küken geschlüpft. Nachdem wir alle versorgt und die nicht brütenden Gänse auf der Weide hatten, wollten wir rein und endlich auch für uns ein Frühstück machen.

Nun hatte leider unsere liebe Lotte, eine taperige und klapprige siebzehnjährige Katzenoma, beschlossen, dass sie uns verlassen wollte.
Es war glücklicherweise so, wie ich es mir für sie immer gewünscht hatte: ganz schnell, ohne Stress und Schmerzen bei uns zu Hause.
Sie hatte das letzte halbe Jahr fast nur noch geschlafen. Überall, auch im Küchenregal – die Gute.

Lotte schläft im Küchenschrank

Soviel Geburt und Sterben an einem Tag, musste erstmal verdaut werden und weil ich der Annabel beim Brüten eh nicht helfen konnte, haben wir ein wenig in den Hochbeeten auf dem Hof gewerkelt, die Voranzuchten von Kürbis, Chili und Tomate umgesetzt und die Geranien aus dem Keller geholt.

Melisse im Hochbeet

Schachbrettblume

Tomatenanzucht

Kürbisanzucht

Tomatenanzucht 1

Zum Kaffee gab es eine Familienleibspeise, die die Seele streichelt und die Laune hebt.
Nutellabrote mit Banane.
Das geht so schön schnell und immer wenn ich Lust habe Kuchen zu essen aber keine habe welchen zu backen, kann man damit die meisten hier zu Hause erfreuen.

Notkaffeeleckerei

Als ich später nochmal nach der Gans sah, war das Küken gerade beim Schlüpfen, ich war sozusagen live dabei. Gerade aus dem Ei raus, fing die Kirchenglocke an zu läuten, denn es war sechs, und ich musste erstmal heulen, pathetischer geht’s ja schon fast gar nicht mehr.

Völlig erschöpft von so viel tierischem Glück und Abschied bin ich dann abends nur noch ins Bett gefallen.

Das die Mietzi fehlte, merkte ich erst am nächsten Morgen. War zwar nichts ganz ungewöhnliches, aber als sie bis nachmittags immernoch nicht wieder aufgetaucht war, machte ich mir doch langsam Sorgen.
Eine ganze Woche lang haben wir sie gesucht, in allen Ställen, auf allen Dachböden, in den Kellern, in Schränken und Kisten. Zu allen Nachbarn bin ich gelaufen und habe sie gebeten, das Gleiche bei sich zu tun, ohne Erfolg.
So sehr hatte ich gehofft, dass sie trotzdem irgendwo eingesperrt war und wenn die Leute am Wochenende wieder ihre Wochenendarbeit aufnehmen und ihre Türen öffnen würden, wieder zurück käme. Ich habe den Sonnabend so sehnlich erwartet und jeden Sonnenstrahl verflucht, hoffentlich würde sie durchhalten, wenn es denn so sein sollte.

Und ob ihr es glaubt oder nicht, gestern früh, kurz nach neun stand sie wieder vor unserem Küchenfenster, sie war müde, sie war hungrig, aber sie war zu Hause.

Mietzi

Und wir, wir waren überglücklich.

Jetzt müssen wir erstmal nur noch einmal hoffen und bangen. Denn in den Eiern, die wir übrig behalten hatten, falls eine zweite Gans sich zum Brüten entschließt, sind im Brutkasten drei kleine Gössel entstanden. Ein Ei piepst schon und ab morgen beginnt hier der Schlupf.
Wenn wir es dann noch schaffen, diese Gössel mit unserem inzwischen eine Woche altem Erle (das Gössel muss bitte ein Ganter werden) und seinen Damen zu vergesellschaften, das wäre großartig.

Es heißt also weiter Daumen drücken, falls ihr denn überhaupt noch Kraft habt.
Zur Entspannung und als kleinen Dank für Euer bisheriges Daumenhalten gibt es hier noch einige Bilder der Neuzugänge.

Gänsegössel Erle mit Annabel

Sie sind zwar nur mit dem Handy aufgenommen, aber trotzdem ganz nett, wie ich ich finde.

Gössel und Gänse

Lisbeth mit Küken

küken

Habt alle eine wunderschöne Woche und
bis bald

Paula