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Kleine Schalen-Auszeit

Puha, die letzten Tage waren irgendwie anstrengend, der Große war krank, ich hatte einen Haufen Termine und es musste so viel noch eben schnell mal nebenbei erledigt werden. Kennt ihr das, man ist den ganzen Tag auf Achse und macht und tut und am Ende des Tages fällt man todmüde ins Bett und hat trotzdem das Gefühl, dass man nichts Ordentliches geschafft hat.
Auch die Woche davor war irgendwie voll.

Fallobstreste

Äpfel mussten gesammelt werden um daraus Saft zu machen. Der nun verputzte Teil des Hauses musste gestrichen werden. Die ganzen Dinge, die wir beim Umzug meiner Großeltern aus deren Haus geräumt haben, mussten verräumt und für den Flohmarkt sortiert werden.

Emaille-Schüssel-Grosswäsche1

Die vielen schönen Emaille-Schüsseln (die ich nicht für den Flohmarkt hergeben mag) mussten geputzt werden. Und nebenbei eben noch Wäsche waschen, Tiere füttern, Essen kochen, MauMau spielen, Mathe üben…

Sicher ist das alles nicht nichts, aber es ist eben kein Holz und ich habe gemerkt, wie ich langsam aber sicher immer gnietziger wurde.

Gestern früh hab ich dann beschlossen -Jetzt oder Nie- und angefangen, eine kleine Schale für mich zu bauen. Einfach mal nur für mich.
Meine Mama hat eine ähnliche, die sie gerade für sich wiederentdeckt hat und ich finde sie echt schön und auch praktisch. Man kann darin so wunderbar dekorieren und ist die Deko im Weg, kommt sie halt woanders hin. Gerade jetzt, wo wir abends den Küchenherd heizen, kann da tagsüber schön Herbst drauf rumliegen und abends zieht der Herbst ins Wohnzimmer ohne dass ich jede einzelne Kastanie anfassen muß. Genial.

schale1

Als ich mittags fertig war mit der Schale, war ich so gut gelaunt, dass ich gleich noch schnell einen Apfelkuchen gebacken habe, den ich neulich in einem tollen Blog fand. Wenn Lone es erlaubt, werde ich das Rezept übersetzen und hier posten. 

Apfelkuchen im OfenUnd während der im Ofen war, habe ich auch endlich mal wieder ein paar Fotos gemacht.

Von den Gänsen die sich über frisches Wasser gefreut haben.

Gänse am Nachmittag

Von unserer einzigen Chilischote.

Chilischote

Von der zweiten Chilipflanze, die jetzt anfängt zu blühen, nachdem der erste Versuch abgenagt worden war. Ob es was bringt, wenn ich sie in einen Topf pflanze und bald ins Haus hole?

Chilischotenblüte

Von unseren kleinsten Küken, die inzwischen nicht mehr durch den Zaun passen und sich deswegen nun mit den Großen verlustieren müssen.

kleinstes Küken

Und von unseren großen Küken, bei denen das Goldlöckchen seit gestern anfängt zu krähen.

größtes Küken

Heute früh habe ich übrigens noch ein bisschen Farbe auf meine Schale  draufgeschmiert (so sagte meine Oma immer für anstreichen) und jetzt werd ich mir schnell einen Kaffee kochen und dann endlich der inzwischen hoffentlich getrocknete Schale einen zweiten Anstrich verpassen.

Das geht nun wirklich schnell, hoffe ich, denn eigentlich will ich heut noch viel mehr schöne Dinge bauen.

Ein schönes Wochenende und bis bald

Paula

 

Gänsemarsch und Schnackschnecken

Ich mag es, wenn ich morgens fast allein im Haus bin und ganz in Ruhe wach werden kann, dabei ein paar Handgriffe nebenbei erledige, das ganze Viehzeuch versorge und den ersten Tee trinke. Normalerweise verlassen der Gemahl und unser Großer das Haus recht früh und das Töchterlein schläft noch, bis ich sie wecke. Eine Dreiviertelstunde für mich und den Hof.
Ab Mitte letzter Woche aber war diese Ruhe gestört. Ganz zeitig schon taperte die Zwecke, also das Töchterlein durchs Haus und meinte, ihr ginge es nicht so gut. Ich fragte, ob sie vielleicht einfach nur müde sei, ja ihr Gehirn schlafe noch. Dann schüttelte sie sich zwei drei mal und meinte: „Jetzt ist mein Gehirn wach, jetzt ist da oben schon überall Licht an.“

Bei mir brannte zwar noch kein Licht, aber nach fünf Hustenanfällen der Zwecke, war klar, dem Kind geht es wirklich nicht so gut, es bleibt zu Hause. Und so haben wir beide den Vormittag vertrödelt und ich habe mir Zeit genommen mal wieder ein paar Fotos der Gänse zu machen.
Sie sind inzwischen schon riesig und haben seit Neuestem den ganzen Garten für sich.

Gänse3Gänse4Gänse1

Nur der hintere Teil, da wo unsere Beete sind, der gehört, zu meinem Gram, den Schnackschnecken, wie die Zwecke sie nennt.

Es sind soooo viele und sie fressen alles kaputt. Kohlrabivoranzucht, alles weg. Spitzkohl, alles weg. Diese Mistviecher fressen inzwischen sogar schon die Zwiebeln an.
Zum Schutz der kleinen Pflanzen habe ich mir jetzt aber was ausgedacht!

Flaschenwuchs2Darum wachsen jetzt in unserem Garten scheinbar halbe Plastikflaschen und bis jetzt scheint das ganz gut zu funktionieren.

Flaschenwuchs1Wir haben auch schon über Laufenten nachgedacht, aber bei der Riesenmenge an Schnecken, die ich so von den Beeten sammle, bräuchten wir ja mindestens 10 Stück. Obwohl, vielleicht könnte man die Nacktschnecken einfrieren und so einen kleinen Wintervorrat anlegen? Allein bei der Vorstellung schüttelt es mich, also wohl lieber doch nicht.

Nachdem die Zwecke und ich wieder etwa 100 Schnecken eingesammelt hatten, gab es noch schnell für jeden ein paar Himbeeren.

HimbeereDirekt vom Strauch in den Mund, als Medizin sozusagen und dann ging es ab nach Herzberg in den Tierpark.
Der Ausflug war zwar erst für den Nachmittag versprochen, aber ich hatte keine Lust, alle fünf Minuten auf die Frage, wann es denn endlich Nachmittag sei, zu antworten.

Wer dort mal vorbei kommt, sollte ruhig hinein gehen. Es ist ein ganz schöner kleiner Park, der vor allem Haus- und Nutztiere hat.
Am meisten hatte es uns ein kleiner Esel angetan.

EselDen hätten wir am liebsten gleich mitgenommen. Genauso wie die kleinen Pfauenküken, die Lämmer und das gerade geborene Lamababy. Doch dann würde ich morgens wahrscheinlich mit meiner Dreiviertelstunde nicht mehr hinkommen, die in den nächsten sechs Wochen wohl sowieso flach fällt, denn heute fangen die Ferien an.

Na mal schauen, was die so bringen.

Bis bald

Paula

Gänsebabies!

Nach 29 Tagen in unserem selbstgebauten Brutkasten war es vor drei Tagen endlich soweit: Drei kleine Gössel sind aus ihren Eiern geschlüpft. Was anfänglich noch sehr unbeholfen und kläglich aussah, hat sich innerhalb eines Tages in einen Haufen frecher Rotzgören verwandelt.

Hier macht die Gänsebande einen ersten Ausflug bei Sonnenschein in’s Grüne  – als Gans braucht man da ja das Picknick praktischerweise gar nicht mitnehmen.