Kopfkino

Heute gibt es mal keine Bilder.

Also eigentlich schon, aber nicht von mir, sondern von Euch. Jeder wie er es mag und je nachdem was sein Kopf und seine Phantasie so hergeben.

Ich will Euch nämlich von meinem morgendlichen Gänsegang heute erzählen:

Als wir aus dem Stall kamen, war das Licht ganz anders als in den Tagen davor. Irgendwie schien alles golden. Nicht einfach nur hell, was ja nach den letzten grauen Tagen auch schon wunderbar genug gewesen wäre, nein golden. Und die Sonne ging gerade auf, wie ein roter Feuerball kam sie am Horizont hervor. Oben drüber war der Himmel blau, aber gegenüber war er fast dunkelgrau. In diese Richtung mussten wir dann losmarschieren – also Richtung grau. Die Sonne im Rücken liefen wir durch das goldgelbe Licht zur Weide hin.

Über uns flogen vier Schwäne, die von der Sonne angestrahlt fast silbern glänzten vor diesem dunklen Himmel.

Die Gänse und auch ich blieben stehen und gemeinsam staunten wir nach oben. Die Gänse mit dem Kopf zur Seite, ich den Kopf im Nacken. Da erst merkte ich, dass es ganz leicht nieselte, also lieber schnell weiter, denn der Himmel schien regenvoll. Und siehe da, als wir um die Ecke kamen – ein Regenbogenstück. Ein winzig kleines nur aber ganz klar. Wieder musste ich staunen und mich freuen, aber die Gänse wollten weiter.

Erst nachdem das Wasser eingegossen, die Möhre verfüttert und das Restfutter plaziert war,  konnte ich endlich wieder nach dem Regenbogen schauen.

Aus dem Nieseln war inzwischen ein Schauer geworden und aus dem kleinen Regenbogenstück ein riesiger Regenbogen. Ganz groß und von Anfang bis Ende ganz deutlich zu sehen.

Und ob ihr es glaubt oder nicht, der Regenbogen war nicht allein…

..daneben war ein Zweiter entstanden. Kleiner und nicht vollständig aber dennoch ganz fantastisch.

Mit einem breiten, glücklichen Lächeln im Gesicht ließ ich mich pitschenaß regnen und genoss das traumhafte Bild.

Seht Ihr es auch?

Wenn nicht, lest nochmal und kramt ganz doll weit hinten in Euren Köpfen, dann werdet Ihr es hoffentlich sehen können und Euch daran vielleicht ebenso erfreuen, wie ich es heute früh tat.

Eine schöne Restwoche und bis bald

Paula

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