Gänsemarsch und Schnackschnecken

Ich mag es, wenn ich morgens fast allein im Haus bin und ganz in Ruhe wach werden kann, dabei ein paar Handgriffe nebenbei erledige, das ganze Viehzeuch versorge und den ersten Tee trinke. Normalerweise verlassen der Gemahl und unser Großer das Haus recht früh und das Töchterlein schläft noch, bis ich sie wecke. Eine Dreiviertelstunde für mich und den Hof.
Ab Mitte letzter Woche aber war diese Ruhe gestört. Ganz zeitig schon taperte die Zwecke, also das Töchterlein durchs Haus und meinte, ihr ginge es nicht so gut. Ich fragte, ob sie vielleicht einfach nur müde sei, ja ihr Gehirn schlafe noch. Dann schüttelte sie sich zwei drei mal und meinte: „Jetzt ist mein Gehirn wach, jetzt ist da oben schon überall Licht an.“

Bei mir brannte zwar noch kein Licht, aber nach fünf Hustenanfällen der Zwecke, war klar, dem Kind geht es wirklich nicht so gut, es bleibt zu Hause. Und so haben wir beide den Vormittag vertrödelt und ich habe mir Zeit genommen mal wieder ein paar Fotos der Gänse zu machen.
Sie sind inzwischen schon riesig und haben seit Neuestem den ganzen Garten für sich.

Gänse3Gänse4Gänse1

Nur der hintere Teil, da wo unsere Beete sind, der gehört, zu meinem Gram, den Schnackschnecken, wie die Zwecke sie nennt.

Es sind soooo viele und sie fressen alles kaputt. Kohlrabivoranzucht, alles weg. Spitzkohl, alles weg. Diese Mistviecher fressen inzwischen sogar schon die Zwiebeln an.
Zum Schutz der kleinen Pflanzen habe ich mir jetzt aber was ausgedacht!

Flaschenwuchs2Darum wachsen jetzt in unserem Garten scheinbar halbe Plastikflaschen und bis jetzt scheint das ganz gut zu funktionieren.

Flaschenwuchs1Wir haben auch schon über Laufenten nachgedacht, aber bei der Riesenmenge an Schnecken, die ich so von den Beeten sammle, bräuchten wir ja mindestens 10 Stück. Obwohl, vielleicht könnte man die Nacktschnecken einfrieren und so einen kleinen Wintervorrat anlegen? Allein bei der Vorstellung schüttelt es mich, also wohl lieber doch nicht.

Nachdem die Zwecke und ich wieder etwa 100 Schnecken eingesammelt hatten, gab es noch schnell für jeden ein paar Himbeeren.

HimbeereDirekt vom Strauch in den Mund, als Medizin sozusagen und dann ging es ab nach Herzberg in den Tierpark.
Der Ausflug war zwar erst für den Nachmittag versprochen, aber ich hatte keine Lust, alle fünf Minuten auf die Frage, wann es denn endlich Nachmittag sei, zu antworten.

Wer dort mal vorbei kommt, sollte ruhig hinein gehen. Es ist ein ganz schöner kleiner Park, der vor allem Haus- und Nutztiere hat.
Am meisten hatte es uns ein kleiner Esel angetan.

EselDen hätten wir am liebsten gleich mitgenommen. Genauso wie die kleinen Pfauenküken, die Lämmer und das gerade geborene Lamababy. Doch dann würde ich morgens wahrscheinlich mit meiner Dreiviertelstunde nicht mehr hinkommen, die in den nächsten sechs Wochen wohl sowieso flach fällt, denn heute fangen die Ferien an.

Na mal schauen, was die so bringen.

Bis bald

Paula

Kommentar verfassen