Herbstfunde

Eigentlich dachte ich ja, dass am vergangenen Sonntag schon Herbstanfang war, insofern zähle ich unsere riesige Krause Glucke schon mit in den Herbst, auch wenn ich mich jetzt belehren lassen musste, dass die Jahreszeiten mitnichten immer am 21. wechseln.

krause gluckeTsss, da muß man erst so alt werden um das zu erfahren…

Am richtigen Herbstanfang, nämlich am 23.9.  gab es dann aber auch noch tolle Entdeckungen bei unserem spätnachmittäglichen Spaziergang.

hundeglückBei uns um die Ecke ist so ein Platz, wo alle umliegenden Dörfer ihre Gartenabfälle abladen. Als umweltbewusster Mensch weiß ich natürlich, dass so etwas eigentlich nicht in Ordnung ist, da Gartenabfälle nun mal nichts im Wald verloren haben.  Aber als großer Fan des Findens liebe ich es, an dieser Stelle ab und an vorbeizuschauen, denn irgendetwas Schönes gibt es dort fast immer zu entdecken.
Am Mittwoch fanden wir zum Beispiel zwei riesige Kürbispflanzen mit ganz vielen Kürbissen dran.

kürbispflanzeOrangefarbene und Grüne, bei denen ich zwar leider nicht genau weiß, was es für welche sind, aber sie sehen wunderschön aus. 

kürbis1Falls ich noch jemanden finde, der mir sagen kann, ob diese Kürbisse genießbar sind, hole ich mir da ganz sicher für nächstes Jahr ein paar Samen.

kürbis2Außerdem fanden wir noch eine wunderschöne Dahlie, von der ich gleich die Blüten abschnippeln und mit nach Hause nehmen musste, wo sie nun unseren Kistenturm in der Veranda zieren. Diese Pflanze hole ich mir ganz bestimmt noch vor dem Frost, denn Dahlien sind meine Lieblingsblumen.

dahlie

Gleich neben Nelken, Ranunkeln, Annemonen, Rosen, Sonnenblumen, Primeln, Stockrosen, Tulpen, Astern, Lilien, Jungfer im Grünen, Narzissen, Löwenmaul, Pfingstrosen, und so weiter und so fort. Eigentlich gibt es wohl eher kaum eine Blume die ich nicht mag, höchstens vielleicht Alpenveilchen, aber wo ich das gerade so schreibe, finde ich es auch gemein.

Jetzt wünsche ich erstmal einen schönen Herbstanfang.

Bis bald

Paula

Der letzte Schwung

So viele Glucken hatten wir diese Jahr und entsprechend auch viele, viele Küken. Der letzte Schwung musste leider ohne Glucke groß werden, denn die hatte zum Schluss, vier Tage vor dem Schlupf, keine rechte Lust mehr. Geschafft haben sie es trotzdem und weil sie nun groß genug sind, dürfen sie alleine laufen.

küken3Seit drei Tagen. 

küken2Seit zwei Tagen haben sie herausgefunden, wie man durch den Zaun nach vorne auf den Hof schlüpfen kann und das tun sie nun auch ständig.

küken1Zuerst habe ich sie immer wieder nach hinten gebracht, aber weil die Biester so schnell sind und sich überall verstecken können, habe ich das wieder aufgegeben. Hatte ich gerade die zweite Handvoll nach hinten gebracht, war die erste schon wieder vorn.

küken6Ich könnte den Hasendraht nochmal eine Lage höher spannen, aber bis ich damit einmal ums Grundstück rum bin, sind sie so groß, dass ich es mir hätte sparen können, also bewahre ich Geduld und füttere gut, noch ein paar Tage, dann passen sie nicht mehr durch den Maschendraht.

küken4Zum Glück haben Hunde, Katzen und Hase sich in diesem Jahr auch zur Genüge an die kleinen piepsenden Bällchen gewöhnt, so dass sie  nur noch müde hinterherschauen, wenn die Bande vorbei passiert.

kükenSeit heute nun haben sie Gesellschaft, denn eines der Hühner hatte beschlossen, dass es doch gerne nochmal ein paar Küken ausbrüten möchte. Da das aber die Glucke ist, die sich eh recht dämlich angestellt hatte ( nachzulesen hier ) und auch weil es schon recht spät im Jahr und damit also auch schon recht kalt ist, müssen wir der Dame das nun ausreden.

glucke1Um eine Glucke zu entglucken, gibt es vielerlei Methoden, die meisten finde ich furchtbar und darum werden unsere Glucken vom Nest genommen und kommen nach vorn auf den Hof. Eigentlich ein begehrter Ort, denn da gibt es viel Grünzeug, massenweise Würmer und auch ein recht gut sortiertes Hochbeet mit Salat und Kräutern. Sie schlafen dann im Hasenstall und nach ein bis zwei Tagen dürfen sie zurück zu den anderen. Das hat bisher schon zweimal ganz gut funktioniert und kann zur Not auch in die Länge gezogen werden, ohne dass das Tier groß leidet, mal abgesehen von dem bisschen Stress das es hat, weil es eigentlich aufs Nest zurück will. 

glucke2Ich werde jetzt mal schauen gehen, ob das Hochbeet noch steht oder ob die Gute nach wie vor die Sitzgelegenheiten auf der Terrasse durchprobiert.

Bis bald

 

Paula

P.S. Wir haben endlich die Küchenmaus, ein kleines Stückchen Limburger war die geheime Zutat, die gefehlt hatte.