Ein echtes Landhausküchenproblem

Vor gut anderthalb Wochen habe ich es entdeckt und richtig, eigentlich gehört es auch so, in einer echten Landhausküche. Man kennt das schließlich aus Märchen und Geschichten – so eine klitzekleine, schlaue Maus wohnt eben in gut sortierten alten Küchen. Aber doch bitte nicht in meiner. Das ist mir dann irgendwie zu authentisch.

Nun ja, dachte ich blauäugig, das Problem sollte schnell geklärt sein, schließlich haben wir auch drei Katzen im Haus.

Aber leider musste ich feststellen, das dem nicht so ist, denn was machen die den ganzen Tag?
Tja, also Lotte schläft.

lotte schläft1Und schläft.

lotte schläft2 Und schläft.

lotte schläft3

Szuszu tut fast genau das gleiche, nur eben woanders, denn die beiden können sich nicht riechen…

szuszu schläft

Manchmal kommt sie in die Küche um kurz zu fressen, aber bislang leider nicht die Maus.

szuszu frißt

Neben diesen beiden alten Damen ist da noch Mietz,

mietzi jagd1

die ist viel auf Achse, aber eben draußen, dort hat sie jede Menge Spaß.

schmetterlinge auf dost

Zum Beispiel mit den Schmetterlingen.

mietzi jagd2

Wenn sie dann müde ist, macht sie es am Ende wie die beiden anderen.

mietzi schläft2

Sie schläft.

mietzi schläft

Als wir neulich im Wald waren, haben wir auch Mäuse entdeckt, genauer gesagt, die Hunde haben zwei Mausebabies entdeckt.

minimaus Die waren sehr sehr niedlich, aber die waren ja auch draußen und nicht in meinem Brotkorb unterwegs.

In der Küche jedenfalls haben wir nun seit fünf Tagen Mausefallen aufgestellt. Mal schauen ob es hilft. Bis jetzt scheint die Maus ihren literarischen Artgenossen in nichts nachzustehen.

Da fällt mir ein, dass ich direkt mal das Buch mit den „Geschichten aus der Murkelei“ suchen muß, und den Kindern vom Mäuseken Wackelohr vorlesen werde.

 

Bis bald

Paula

Gänsemarsch und Schnackschnecken

Ich mag es, wenn ich morgens fast allein im Haus bin und ganz in Ruhe wach werden kann, dabei ein paar Handgriffe nebenbei erledige, das ganze Viehzeuch versorge und den ersten Tee trinke. Normalerweise verlassen der Gemahl und unser Großer das Haus recht früh und das Töchterlein schläft noch, bis ich sie wecke. Eine Dreiviertelstunde für mich und den Hof.
Ab Mitte letzter Woche aber war diese Ruhe gestört. Ganz zeitig schon taperte die Zwecke, also das Töchterlein durchs Haus und meinte, ihr ginge es nicht so gut. Ich fragte, ob sie vielleicht einfach nur müde sei, ja ihr Gehirn schlafe noch. Dann schüttelte sie sich zwei drei mal und meinte: „Jetzt ist mein Gehirn wach, jetzt ist da oben schon überall Licht an.“

Bei mir brannte zwar noch kein Licht, aber nach fünf Hustenanfällen der Zwecke, war klar, dem Kind geht es wirklich nicht so gut, es bleibt zu Hause. Und so haben wir beide den Vormittag vertrödelt und ich habe mir Zeit genommen mal wieder ein paar Fotos der Gänse zu machen.
Sie sind inzwischen schon riesig und haben seit Neuestem den ganzen Garten für sich.

Gänse3Gänse4Gänse1

Nur der hintere Teil, da wo unsere Beete sind, der gehört, zu meinem Gram, den Schnackschnecken, wie die Zwecke sie nennt.

Es sind soooo viele und sie fressen alles kaputt. Kohlrabivoranzucht, alles weg. Spitzkohl, alles weg. Diese Mistviecher fressen inzwischen sogar schon die Zwiebeln an.
Zum Schutz der kleinen Pflanzen habe ich mir jetzt aber was ausgedacht!

Flaschenwuchs2Darum wachsen jetzt in unserem Garten scheinbar halbe Plastikflaschen und bis jetzt scheint das ganz gut zu funktionieren.

Flaschenwuchs1Wir haben auch schon über Laufenten nachgedacht, aber bei der Riesenmenge an Schnecken, die ich so von den Beeten sammle, bräuchten wir ja mindestens 10 Stück. Obwohl, vielleicht könnte man die Nacktschnecken einfrieren und so einen kleinen Wintervorrat anlegen? Allein bei der Vorstellung schüttelt es mich, also wohl lieber doch nicht.

Nachdem die Zwecke und ich wieder etwa 100 Schnecken eingesammelt hatten, gab es noch schnell für jeden ein paar Himbeeren.

HimbeereDirekt vom Strauch in den Mund, als Medizin sozusagen und dann ging es ab nach Herzberg in den Tierpark.
Der Ausflug war zwar erst für den Nachmittag versprochen, aber ich hatte keine Lust, alle fünf Minuten auf die Frage, wann es denn endlich Nachmittag sei, zu antworten.

Wer dort mal vorbei kommt, sollte ruhig hinein gehen. Es ist ein ganz schöner kleiner Park, der vor allem Haus- und Nutztiere hat.
Am meisten hatte es uns ein kleiner Esel angetan.

EselDen hätten wir am liebsten gleich mitgenommen. Genauso wie die kleinen Pfauenküken, die Lämmer und das gerade geborene Lamababy. Doch dann würde ich morgens wahrscheinlich mit meiner Dreiviertelstunde nicht mehr hinkommen, die in den nächsten sechs Wochen wohl sowieso flach fällt, denn heute fangen die Ferien an.

Na mal schauen, was die so bringen.

Bis bald

Paula